Leserbriefe

Ausstellung muss nicht überarbeitet werden

Ingrid Rumpf, Pfullingen. Zum Leserbrief „Den Schmerz des anderen begreifen?“ vom 7. November.

Die suggestive Art und Weise, mich mit angeblich „ultralinken Gruppierungen“ in Verbindung zu bringen, mit denen ich eng verbunden sei, ist unredlich. Ich fühle mich ebenso mit Wiltrud Rösch-Metzler von Pax Christi verbunden, die im Rahmen der Nakba-Ausstellung in Nürtingen zu Wort kam. Ragini Wahl kennt meine „parteipolitische“ Haltung nicht, schon weil sie kein einziges Wort mit mir gewechselt hat. Ich muss wohl noch einmal wiederholen, wer die Ausstellung in voller Kenntnis und auf der Grundlage des von uns gewählten Konzepts gefördert hat, nämlich die Stiftung Entwicklungs-Zusammenarbeit des Landes Baden-Württemberg und der evangelische Entwicklungsdienst. Auch das Baden-Württembergische Kultusministerium hat sich im Jahr 2013 uns gegenüber in einem Brief lobend über die Nakba-Ausstellung geäußert. Nicht ausschließlich unser europäisch- und deutsch-zentrierter Blick auf die Menschen in der Dritten Welt, hier im Nahen Osten, und ihre Anliegen kann und darf das Wesen von Dritte-Welt-Arbeit ausmachen, sondern nur Begegnung und Austausch auf Augenhöhe. Als Eine-Welt-Verein ist es unsere vordringlichste Aufgabe, Wissen über, Verständnis und Empathie für unsere Zielgruppe, nämlich die palästinensischen Flüchtlinge im Libanon, zu vermitteln. Genau diesem Ziel und keinem anderen dient die Nakba-Ausstellung. Dieser fokussierte Blickwinkel wird auch keineswegs verschwiegen, sondern in unserer Motivation klar benannt. Es gibt deshalb nicht den geringsten Grund, die Ausstellung im Sinne ihrer Kritiker zu überarbeiten.

Zur Startseite