Leserbriefe

Gesellschaft hat zu wenig Geduld

Ruth Stoll, Nürtingen.

Ich war vor circa zwei Wochen im Kreiskrankenhaus Nürtingen. Dabei hatte ich die Gelegenheit, den Krankenhausalltag mit all seinen Aufgaben und Abläufen zu beobachten. Für jede Patientin und jeden Patienten gibt es ein Paket. Dieses gilt für jeden Menschen, egal ob groß, ob klein, ob jung, ob alt, ob reich, ob arm. Jeder wird mitgenommen, niemand wird vergessen. Es wird geschaut, was dem Einzelnen fehlt und wie man ihm helfen kann. Dies übernimmt ein hochqualifiziertes Team von Fachkräften aus allen Ländern. Ärztinnen und Ärzte, Schwestern, Pfleger – sie vergessen niemanden. Trotz der hohen Arbeitsbelastung wird alles Mögliche für die Patientinnen und Patienten getan. Jedoch gibt es bei der deutschen Gesellschaft ein Problem: Sie hat keine Geduld. Das ist ein Defizit unserer Gesellschaft. Es gibt viele Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, daher sind Wartezeiten nicht ausgeschlossen. Deshalb mein Wunsch: Den Mitarbeitenden im Krankenhaus ein Lächeln oder ein Dankeschön schenken. Da kommt vieles zurück.

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