Leserbriefe

Habeck hebt sich ab

Rolf Weber, Nürtingen. Zum Artikel „Grüne fordern Initiative für mehr Sicherheit“ vom 4. Februar.

Es ist wohltuend, dass der Grünen-Spitzenkandidat Habeck sich öffentlich Gedanken über „Sicherheit für alle“ (Bundesbürger und staatliche Institutionen) macht. Eine bloße Wahlkampfrhetorik ist dies sicherlich nicht, sondern das Reagieren auf – negative – Realitäten. Natürlich ist es eine simplere Herangehensweise, sich unter dem Kokon bestehender gesetzlicher Regelungen wie dem Grundgesetz einzuigeln, ohne Vorschläge gegen den offensichtlichen Missbrauch des deutschen/europäischen Asylrechts (und des dahinterstehenden Wertekanons) zu machen. In seiner Herangehensweise hebt Habeck sich, wie bereits der grüne Ministerpräsident Kretschmann, wohltuend von grünen Landesverbänden, aber auch von örtlichen Parteiaktivisten, ab, die Vorschläge von Andersdenkenden beispielsweise als „rechts-konservative Vorurteile auf Niveau der rechtsradikalen Presse“ abkanzeln. Muss Habeck jetzt befürchten, ebenfalls öffentlich in die gleiche Ecke gestellt zu werden?

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