Leserbriefe

SB-Laden birgt viele Herausforderungen

Eela Brenner, Nürtingen. Zum Artikel „Direktvermarkterhaus nimmt weitere Hürden“ vom 30. Januar.

Es ist erfreulich, dass die ersten direkten Gespräche am Donnerstag auf Initiative des HGV stattgefunden haben, bevor am Montag in der Gemeinderatssitzung für die Änderung des Bebauungsplanes für den Genussmarkt in Beuren abgestimmt wurde. Die Ideen für ein neues Areal mit Lebensmittelmarkt und barrierefreien Arztpraxen, die von Studierenden ausgearbeitet wurden, sind sicherlich vielversprechend und haben das Potenzial, die Ortsmitte aufzuwerten. Allerdings sollten wir uns der Realität stellen: Ein Projekt mit Tiefgarage, die Suche nach Investoren und ein Betreiber für den Lebensmittelmarkt benötigen viel Zeit und Mut. Der Zeitfaktor darf nicht unterschätzt werden, und vor allem ist jetzt eine lösungsorientierte Herangehensweise für den Handel in der Ortsmitte gefragt, damit die Situation auch für die Nachfolger der Händler attraktiv bleibt. Ich verstehe, dass der „Genussmarkt“ als Prestigeobjekt gedacht ist, der die Region aufwerten soll. Doch wir dürfen nicht aus den Augen verlieren, dass mit solchen Projekten auch Risiken verbunden sind. Nicht nur die Gefahr für den Handel in der Ortsmitte, sondern auch die Möglichkeit, dass der Bereich nachts als Treffpunkt für Alkoholkonsum genutzt wird, darf nicht unbeachtet bleiben. Es braucht daher mehr als schöne Ideen. Es braucht eine offenere Kommunikation zwischen Mitbürgern, dem Handel und der Gemeinde bei solchen Projekten sowie konkrete und realistische Lösungen, die den Bedürfnissen der gesamten Region gerecht werden.

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