Gesundheit im Alltag

Wenn die Angst, etwas zu verpassen, krank macht: FOMO

FOMO (Fear of Missing Out) – und wie man sie reduzieren kann: Die Medius-Kliniken geben Tipps und empfehlen Strategien für einen bewussten Umgang mit Social Media.

In der Welt der sozialen Medien ist FOMO – die „Fear of Missing Out“ oder die Angst, etwas zu verpassen – ein weitverbreitetes Phänomen. Ständig sehen wir Bilder von Veranstaltungen, Reisen, Erfolgen oder sozialen Momenten anderer Menschen. Diese Bilder wecken oft das Gefühl, dass das eigene Leben nicht aufregend genug ist. FOMO kann dabei negative Auswirkungen auf die mentale Gesundheit haben und zu Unzufriedenheit und Stress führen. Doch es gibt Strategien, um FOMO entgegenzuwirken und sich auf das eigene Leben zu konzentrieren.

1. Verständnis für FOMO entwickeln

FOMO entsteht oft durch den Vergleich mit anderen. Soziale Medien zeigen meistens nur die Höhepunkte des Lebens – die besten Momente, die schönsten Erlebnisse. Sie vergleichen also Ihre Realität mit den „Highlight-Reels“ anderer. Zu erkennen, dass Social Media oft eine verzerrte Darstellung des Lebens ist, kann helfen, FOMO besser einzuordnen.

2. Den Fokus auf das eigene Leben legen

Ein Schlüssel zur Überwindung von FOMO ist es, sich auf das eigene Leben zu konzentrieren. Anstatt sich zu fragen, was man möglicherweise verpasst, können Sie überlegen, was Ihnen im eigenen Leben Freude und Erfüllung bringt. Praktiken wie das Führen eines Dankbarkeitstagebuchs helfen dabei, die positiven Aspekte des eigenen Alltags bewusster wahrzunehmen und wertzuschätzen.

3. Digitale Pausen einlegen

Regelmäßige Pausen von Social Media sind ein effektives Mittel, um FOMO zu reduzieren. Planen Sie täglich oder wöchentlich bildschirmfreie Zeiten ein, in denen Sie sich auf Offline-Aktivitäten konzentrieren – sei es Sport, ein Buch oder das Treffen mit Freunden. Diese Pausen fördern die Achtsamkeit und helfen, wieder eine gesunde Balance zwischen Online- und Offline-Welt zu finden.

4. Achtsame Social-Media-Nutzung

Anstatt passiv durch Feeds zu scrollen, hilft es, Social Media bewusst zu nutzen. Stellen Sie sich Fragen wie: „Warum öffne ich gerade die App? Was erhoffe ich mir davon?“ Setzen Sie sich feste Ziele, zum Beispiel um Neuigkeiten von Freunden zu sehen oder Inspiration für Hobbys zu finden. Diese achtsame Nutzung hilft, unnötiges Vergleichen und FOMO zu vermeiden.

5. Die „JOMO“-Mentalität fördern

Statt sich auf das zu konzentrieren, was man verpassen könnte, können Sie die „Joy of Missing Out“ (JOMO) fördern – das bewusste Genießen von Zeit ohne digitale Ablenkungen. JOMO bedeutet, dass Sie es als wohltuend empfinden, sich bewusst gegen die ständige Online-Präsenz zu entscheiden. Diese Haltung hilft, das Bedürfnis nach sozialer Bestätigung zu mindern und mehr Freude an ruhigen Momenten zu finden.

6. Bewusste Auswahl der Inhalte

Ein weiterer Ansatz, um FOMO zu reduzieren, ist die gezielte Auswahl der Accounts, denen Sie folgen. Entfolgen Sie Seiten, die bei Ihnen Neid oder das Gefühl des Verpassens auslösen. Stattdessen folgen Sie inspirierenden und positiven Inhalten, die Sie motivieren oder Ihr Wohlbefinden fördern. So können Sie Ihren Feed in eine Quelle positiver Energie und Inspiration verwandeln.

Zur Übersicht