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Schadet das Weihnachtsfest unserer Umwelt?

Neuffener Realschülerin macht Vorschläge für ein nachhaltigeres Fest.

NEUFFEN. Linda Hohmann aus der Klasse 8a der Realschule Neuffen hat sich die Frage gestellt, ob das Weihnachtsfest der Umwelt schadet.

Ist das geliebte Weihnachtfest wohl doch nicht so gut für unsere Umwelt? Das Geschenkpapier, der Weihnachtsbaum, die Essens-Traditionen: ein Aufwand für uns und die Umwelt.

Das weltweit beliebte Weihnachten ist uns allen sehr wichtig, alle wollen Zeit mit der Familie verbringen und besinnliche Tage haben. Doch viele glauben, das geht ein wenig umweltfreundlicher.

Wir haben auch ohne anstehende Festtage schon ein Problem mit dem Klimawandel und der Verschmutzung unserer Umwelt. Zu viel CO₂-Treibhausgase, zu viel Müll, der nicht immer am richtigen Platz landet und so weiter. Probleme, die wir bereits kennen. Aber Feste sollen keine Ausnahme für die Achtung unserer Umwelt sein.

Was kann man weglassen?

Überlegen wir uns doch einmal: Ist das ganze Geschenkpapier nötig? Der Weihnachtsbaum auch? Benutzt man zu viel Energie? Der Müll nach dem Auspacken ist schlecht. Oft quellen nach Weihnachten die Mülltonnen über mit Geschenkpapier und Essensresten. Dabei werden laut der Umweltorganisation Greenpeace im Durchschnitt 78 Kilogramm Lebensmittel pro Person im Jahr unnötig weggeworfen.

Vielleicht kann man auch auf den Weihnachtsbaum verzichten, denn es wurde berechnet, dass ungefähr 30 Millionen Weihnachtsbäume in Deutschland jedes Jahr gekauft werden und etwa 90 Prozent davon (also 27 Millionen) ohne Wurzeln“, also zum Wegwerfen. Der Stromverbrauch in Privathaushalten war in den vergangenen Jahren am ersten Weihnachtstag um ein Drittel höher als an einem durchschnittlichen Tag.

Man muss nicht mit der Tradition brechen

Das Weihnachtsfest und die damit verbundenen Traditionen müssen aber nicht ausfallen, mögliche Alternativen zu den umweltbelastenden Faktoren könnten folgende sein:

Der Stress mit Geschenken für andere ist verständlich. Aber es geht um die Zeit, die man miteinander verbringt, und Last-Minute-Käufe soll man unterlassen. Du kannst nach Secondhand-Sachen, Gutscheinen, Produkten mit Umweltsiegeln oder den Blauen-Engel-Siegeln suchen. Oder auch selbstgemachte, statt gekaufte Sachen schenken, wie das Umweltbundesamt empfiehlt.

Beim Thema Weihnachtsbaum lohnt es sich, innezuhalten und sich die Frage zu stellen: Brauche ich ihn wirklich, um in Weihnachtsstimmung zu kommen? Möglicherweise treibt reine Gewohnheit uns jedes Jahr aufs Neue dazu, einen Baum zu kaufen. Wenn er auch so wichtig für einen ist, dann kauft man einen, doch man kann auch einen Weihnachtsbaum mieten oder einen mit der Wurzel ausgraben und nach Weihnachten einfach wieder zurück pflanzen. Auch bei dem Stromverbrauch kann man sparen, und statt Glühlampen kann man LED-Lichter/-Streifen verwenden.

Weihnachten ist schön und lebt auch von der Stimmung, aber es ist sehr wichtig, dass man im Hinblick auf den Klimawandel auch hier nachhaltig und umweltbewusst vorgeht.

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